Welche Auswirkungen hat die Optimierung von Sprachsuche (Voice Search Optimization)?


Als Performance Marketing Agentur mit Schwerpunkt Suchmaschinenmarketing verfolgen wir sämtliche Entwicklungen und beobachten mit hohem Interesse derzeit die Entwicklung von Voice Search. Also die Möglichkeit, um per eingesprochenem Text Suchmaschinen-Ergebnisse abzurufen - einem immer bedeutsamer werdenden Bereich des Suchmaschinenmarketing.

Und die Reise hat erst begonnen! Sowohl für uns selber, wie auch für Kunden, schreiben wir aber bereits heute z.B. Webseiten-Texte, oder Digital Ads, in einem Format, welches den Anforderungen von Voice Search entspricht. Damit halten wir Schritt mit der aktuellen Entwicklung und können bereits auf Erfahrungswerte setzen.

Mit welchen Herausforderungen werden Unternehmensverantwortliche im Bereich der Sprachsuche gegenwärtig konfrontiert?

Die wachsende Verwendung von Sprachsuche wirkt sich ganz direkt auf den Aufbau der Inhalte aus, welche entsprechend aufbereitet werden müssen, um bei Sprachsuche-Anfragen überhaupt als relevant angesehen zu werden und damit bei den Suchergebnissen auf den vordersten Plätzen zu rangieren. Dies kann dazu führen, dass bereits bestehende Inhalte überarbeitet, angepasst oder komplett neu erstellt werden müssen, um darauf vorbereitet zu sein.

Welche Chancen bietet die Sprachsuche Unternehmen?

Wer von Anfang an dabei ist hat einerseits später einen geringeren Aufwand, die Inhalte auf Sprachsuche zu optimieren und  bereits einen Vorsprung auf die Konkurrenz, die das möglicherweise (noch) nicht - oder erst zu einem späteren Zeitpunkt - tut. Mit einer aktiven, voice-search-optimierten Content-Strategie schränkt man im Moment also die Konkurrenz ein und verschafft sich eine bessere Ausgangslage mit tieferen Klick- und Bidding-Kosten.

Welche Branchen sollten sich heute bereits intensiv mit der Thematik auseinandersetzen?

An sich alle. Aber etwas enger gefasst wohl dann sicher mal diejenigen, welche eine eher jüngere Zielgruppe haben, welche keine Berührungsängste vor neuen Technologien hat und mehrheitlich auf dem Mobilgerät (wo das Tippen von Text schwerer ist als auf der Tastatur eines Desktop Geräts) aktiv ist.

Oder aber auch ältere Menschen, die mit der manuellen Eingabe auf einem Smartphone überfordert sind, einfache Sprachbefehle aber durchaus tätigen und so ein Gerät damit bedienen können.

Das wären zwei Beispiele. Es gibt aber durchaus auch noch andere, interessante Zielgruppen.

Bitte beschreiben Sie kurz den typischen Nutzer der Sprachsuche.

Sprach-Such-Nutzer haben in der Regel wenig Zeit, können oder wollen ihre Hände nicht nutzen,  möchten schnell eine Antwort haben, sind unterwegs und bewegen sich hauptsächlich per Mobilgerät im Internet. Als Antwort erwarten sie klare, einfache Informationen, möglichst mit Kontaktmöglichkeit (Telefon), Bildern und Videos (Auch Erklärvideos mit Text).

Welche Phasen durchläuft ein Nutzer während der Sprachsuche in seinem Suchprozess?

Es hängt jedoch davon ab, wie das Smartphone genutzt wird: Ob mit Kopfhörern und Mikrofon, wie heute bei jungen Menschen häufig verbreitet, oder aber eher diskret - also in ruhigen Umgebungen, ohne dass jemand zuhören kann. Abhängig von diesem Verhalten kann es deshalb mehr oder weniger Touchpoints auf einer individuellen Customer Journey geben und diese können an verschiedenen Orten sein.

Generell sind es aber sicher Momente, in welchen es entweder schnell gehen muss, oder wenn die Hände nicht genutzt werden können - wie zum Beispiel im Auto oder bei der Arbeit.

Worin unterscheidet sich der verbale von dem klassischen, textbasierten Suchprozess?

Generell unterscheidet sich der verbale Suchprozess primär in der Art der Eingabe über eine Spracherkennungssoftware im Gegensatz zur Eingabe via Tastatur. Aber auch in der Satzstellung gibt es unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache.

Da es schneller und einfacher ist zu sprechen, als zu schreiben, werden verbale Suchanfragen den Suchprozess unter anderem auch insofern verändern, dass ganze Sätze verwendet werden und es auch diesbezüglich noch eine Entwicklung geben wird, wie diese genau formuliert sind. Die NutzerInnen sind sich erst am daran gewöhnen die Sprachfunktion zu nutzen und werden sich im Laufe der Zeit Sprachfloskeln angewöhnen oder neue entwickeln/übernehmen, welche sie zur Sprachsteuerung nutzen. 

Welche Faktoren beeinflussen die Wahl des Nutzers, ob er eine Suchanfrage verbal oder schriftlich tätigt? 

Neben den individuellen Unterschieden (ist jemand eher verbal veranlagt oder eher schriftlich), wird es wohl vor allem die Umgebung sein, welche darüber bestimmt, ob sie eine verbale oder schriftliche Suchanfrage tätigen. An bevölkerten, aber stillen Orten (Bibliothek, Lift etc.) werden wohl eher schriftliche Suchanfragen getätigt. Verbale Anfragen können dagegen überall getätigt werden, wo sich der Sprecher nicht gestört oder belauscht fühlt.

Tendenziell werden Voice Search Suchanfragen insbesondere bei der lokalen Suche genutzt - wenn jemand zum Beispiel in seiner unmittelbaren Umgebung eine Dienstleistung sucht.

Was motiviert einen Nutzer zur Sprachsuche?

Einfachheit, Bequemlichkeit, Schnelligkeit, Möglichkeit von Texteingabe ohne das Tastaturfeld (oder eine Computertastatur zu benutzen), allenfalls auch das Vermeiden von schwierigen Worten.

Wie müsste sich die Technologie entwickeln, damit sie zu einem festen Bestandteil im Alltag der breiten Bevölkerung wird?

Mit der zunehmenden Nutzung von Sprachassistenten, wird der verbale Gebrauch der Gerätesteuerung (und damit auch Suchanfragen) immer häufiger, da sich die NutzerInnen mehr und mehr daran gewöhnen mit ihren Geräten zu sprechen und diese per Stimme zu steuern. Eine schnelle, akkurate und optimierte Spracherkennung, welche schnell reagiert und gegebenenfalls auch Rückfragen stellt und Kommentare abgibt wird hier der Schlüssel zum Erfolg sein. Regional unterschiedlich schnelle Entwicklung ist dabei sicher zu berücksichtigen, aber gemäss Google erfolgen in den USA bereits 30% aller Suchanfragen über Voice Search.

Was müssen Unternehmen bei Ihrem Webauftritt beachten, damit ihr Angebot im Zuge einer Sprachsuche gefunden wird? 

Grundsätzlich ist es wichtig, dass Texte den Formulierungen von Sprachanfragen entsprechen. Also, dass in Titeln Fragestellungen benutzt (z.B. “Welches ist die beste SEA Agentur?” anstelle von “Top SEA Agentur”) und auch entsprechend beantwortet werden. So erkennt der Algorithmus eine Relevanz in Bezug auf eine Anfrage und spielt das Ergebnis in die Suchergebnisse.

Was müssen Unternehmen bei ihrer Keyword-Recherche im Bereich der Sprachsuche beachten?

Auch hier kann es - je nach Thema - zu Unterschieden kommen zwischen “gesprochener Sprache” und “geschriebener Sprache”. Jedoch sind relevante Keywords in beiden Fällen wohl dieselben. Deshalb ist v.a. der Inhalt als Ganzes relevant und nicht nur einzelne Keywords.

Müssen Unternehmen speziell eine Voice Search Engine Optimization betreiben oder reicht eine gute Search Engine Optimization Strategie aus?

Eine gute Search Engine Optimization Strategie umfasst heute automatisch auch Voice Search Elemente. Ohne diese, ist eine Search Engine Optimization Strategie schlicht nicht zeitgemäss.

Wenn Sie fünf Jahre in die Zukunft blicken, was lässt sich im Bereich der Sprachsuche erwarten? 

Dass Unternehmen, welche ihren Online-Auftritt und alle Inhalte auf Sprachsuche optimieren, einen deutlichen Vorteil haben werden.

 

 

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