Wie kann die Conversion Rate mit CRM Daten verbessert werden? Mit Google Customer Match
Erfolgreich sein im Bestandeskunden Marketing? Mehr Conversions und höherer ROI bei Online Kampagnen erzielen? Unter Einbezug Ihrer Bestandskunden-Daten ist dies dank Google Customer Match (Kundenabgleich) möglich. Denn bestehende Kunden, deren Daten ein werbetreibendes Unternehmen im CRM zur Verfügung hat (oder haben sollte), sind die besten Kunden. Bestandskunden bringen nämlich eine deutlich höhere Conversion Rate als z.B. Neukunden (respektive neue Seitenbesucher). Daher macht es für viele Werbetreibende durchaus Sinn, ihre Werbeaktivitäten auf eben diese Bestandskunden als Zielgruppe auszurichten. Dank der “Google Customer Match” Funktion, bei welcher Online- und Offline Daten genutzt werden, können Kampagnen auf genau diese Zielgruppe ausgerichtet werden und weitere Vorteile genutzt werden. Welche, erklären wir Ihnen hier nachfolgend.
Google Customer Match ist ein sehr effektives Werkzeug, um Zielgruppen zu erstellen die eine hohe Conversion Rate erzielen und damit zu einem verbesserten ROI führen. Google verknüpft dabei die vorhandenen Kundendaten des Werbetreibenden - wie zum Beispiel Name, E-Mail Adresse, Telefonnummer oder Postadresse - mit einem entsprechenden Google Konto. Denn ein Google Konto verfügt oft über diverse Daten wie zum Beispiel Vor- und Nachname, Telefonnummer, sekundäre E-Mail Adressen oder Browserverlauf-Daten. Die Google Customer Match Funktion kann diese mit Google Konten ansteuern und auf diese Weise genau diejenigen Kunden ansprechen, welche bereits mit dem Unternehmen interagiert haben. Solche Bestandskunden erzielen nämlich in der Regel eine 3x höhere Conversion Rate (Quelle: Wordstream), was letztlich zu einem besseren ROI führt und ausserdem noch weitere Vorteile wie bspw. keinen Streuverlust mit sich bringt.
Mit Google Customer Match zu Similar Audiences
Die Nutzung von Google Customer Match verhilft aber nicht nur zu höheren Conversion Raten, weil die bestehenden Kunden bereits affin für ein Produkt oder eine Marke und daher einfacher für eine Werbebotschaft dieses Absenders sind, sondern bildet eine fundierte Basis, um diese besonders affine Zielgruppe noch weiter zu vergrössern. Denn wenn Customer Match Zielgruppen den Mindestvoraussetzungen entsprechen, werden automatisch auch “ähnliche Zielgruppen” erstellt (Verfügbar für Search, YouTube, Gmail und Display).
Dabei vergleicht Google die Nutzerprofile aus der Customer Match Liste mit anderen Profilen bei Google und erstellt umgehend entsprechende Listen mit ähnlichen Profilen (Similar Audiences), die bisher vielleicht noch nie mit dem Werbetreibenden Kontakt hatten, aber grosse Ähnlichkeit mit den Profilen der Bestandskunden haben. Auf diese Weise kann man die potentielle, besonders affine Zielgruppe, welche aus Customer Match heraus entstanden ist, einfach, bequem und vollautomatisch vergrössern. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Einsatzmöglichkeiten von Google Customer Match
Natürlich ist der Einsatz von Google Customer Match kein Ersatz für alle anderen Zielgruppeneinstellungen und die damit zusammenhängenden Werbemöglichkeiten. In gewissen Fällen ist Google Customer Match jedoch geradezu prädestiniert, um eingesetzt zu werden. Sagen wir einmal Sie sind Autohändler oder verkaufen Kleider. Auf Keywords wie “Auto” oder “Kleider” oder auch eine bestimmte Auto- oder Kleidermarke zu bieten, ist aller Wahrscheinlichkeit nach viel zu teuer, weil der Begriff sehr breit gefasst und allgemein ist. So konkurrieren Sie gegen eine grosse Anzahl ähnlicher Anbieter, was den Preis hoch treibt.
Wenn wir die Zielgruppe jedoch dank Google Customer Match auf nur diejenigen Personen begrenzen, die bereits Kunden sind und erneut nach Ihrem Produkt oder Ihrer Marke suchen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Nutzer, welchen die Werbung ausgesteuert wird, für Ihre Werbeanzeige interessieren und konvertieren, wesentlich höher. Denn jemand, der bereits an einem Ort eingekauft hat, ist in der Regel auch wieder dazu bereit, dort einzukaufen (vorausgesetzt die gemachte Erfahrung war positiv). So erstaunt es nicht, dass die Conversion Rate für wiederkehrende Kunden rund 1,5 Prozentpunkte höher ist als bei Neukunden.
Customer Match ist vergleichbar mit Remarketing, basiert jedoch auf CRM Daten wie E-Mail Adressen und nicht nur auf einem vormaligen Besuch auf einer Webseite. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Um Customer Match zu nutzen, gilt es eine Reihe von Anforderungen zu erfüllen.
Beispiele, wie E-Mail Adressen von Bestandskunden sinnvoll eingesetzt werden können:
- Leads konvertieren: Kunden, welche z.B. ein Whitepaper heruntergeladen oder sich in eine Liste für den Newsletter eingeschrieben haben, können spezifisch mit Anzeigen angesprochen werden. Dies ist interessant, weil diese Nutzer bereits ein Interesse am Produkt oder der Marke gezeigt haben.
- Unentschlossene, aber interessierte Nutzer überzeugen: Haben Sie eine Liste mit Nutzern, die sich bereits für kostenlose Services und Angebote von Ihnen interessieren? Dann kann es Sinn machen, diese als spezifische Zielgruppe auszuwählen, um sie von der Nutzung des kostenpflichtigen Angebots zu überzeugen.
- Jährlich wiederkehrende Kunden: Wird Ihr Produkt oder Ihr Angebot regelmässig zur selben Jahreszeit von immer wiederkehrenden Kunden genutzt, kann es Sinn machen, diese zum entsprechend richtigen Zeitpunkt anzusprechen. Dabei könnte man einige Wochen vorher diese Zielgruppe ansprechen und auf hoch kompetitive Keywords setzen, welche normalerweise nicht sehr profitabel wären.
- Ähnliche Produkte anbieten: Bieten Sie Ihren Bestandskunden ähnliche, oder ergänzende Produkte gezielt an. Wer z.B. ein bestimmtes Automodell gekauft hat, interessiert sich womöglich für das passende Zubehör.
- Offline Kunden ansprechen: Gäste eines Restaurants oder eines Freizeitangebotes können beispielsweise gezielt mit einer Kampagne angesprochen werden, welche noch ein spezielles Zusatzangebot bietet. Durch die Eingrenzung auf Bestandskunden, ist der Streuverlust gering.
- Benachrichtigung für ein neues Angebot: Um die Aufmerksamkeit auf ein neues Produkt zu lenken, kann neben einer E-Mail auch ein Werbeangebot an diese Zielgruppe gerichtet werden. Oder man grenzt es ein auf diejenigen, welche das E-Mail innert 24h geöffnet haben, respektive umgekehrt - diejenigen, welche das E-Mail nach 24h noch nicht geöffnet haben.
- Ausschluss von Bestandskunden: Kunden, die soeben einen Kauf getätigt haben, erneut mit Werbung für dieses Produkt zu bespielen macht einerseits wenig Sinn und kann andererseits sogar negative Folgen haben, wenn dies vom Kunden als “belästigend” empfunden wird. Solche Kunden auf eine Ausschlussliste zu setzen ist eine Möglichkeit, dies zu verhindern.
Wenn Sie weitere Fragen haben oder Vorschläge möchten, wie Sie Ihre CRM Daten ideal für den Aufbau einer Customer Match Zielgruppenliste verwenden können, dann kontaktieren Sie uns. Unsere Spezialisten helfen Ihnen gerne weiter.